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Die Münze ist sehr wertvoll. Sie sieht in Wirklichkeit sehr gut aus. Die Rückseite ist leicht geschwärzt. Das Material ist Silber, das u. a. Spuren von Eisen enthält.
Die dünnen verbliebenen Roststellen sind nur bei starker Vergrößerung zu erkennen.
Ich habe die Münze mit sanften Pflegemitteln behandelt, um den vorzüglichen Erhaltungsgrad sichtbar zu machen. Wenn Sie
sehen wollen wie die Münze vorher aussah, können Sie hier klicken!
Vermutlich ist die Münze deshalb so vorzüglich erhalten, weil sie eine Art Visitenkarte des Ludovico Sforza war -
und keine Geldmünze. (Meine Vermutung wurde von Frau Vogt-Lüerssen bestätigt). Er hat sie möglicherweise bei einer
Adelsfamilie abgegeben. Und diese Familie mag die Münze über Generationen gehütet haben - bis sie eines Tages bei meinem
in Norditalien ansässigen Schwager (oder schon bei seinen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern ...?) gelandet ist. Deshalb ist
sie naturgemäß nach über 500 Jahren noch ähnlich erhalten wie eine Umlaufmünze von heute.
Ein anderer Weg der Münze ist eher unwahrscheinlich. Mein Schwager hat Münzen ohne jedes Interesse angehäuft. Reste von seinen zahlreichen Reisen hat er wohl in einen Behälter getan,
wo vorher schon irgendwelche Münzen drin waren, z. B. Lombardei-Venetien, Napoleon als König von Norditalien usw.. Ich selbst habe die Münze erstmalig entdeckt, als ich mir ein paar Jahre nach seinem Tod
jetzt die Mühe gemacht habe, alles zu sortieren und zu identifizieren. Mein Schwager hat jedoch Schweizer Münzsammlungen gekauft - als Anleger - nicht als Sammler.
An der Echtheit der Münze gibt es keinen Zweifel. Eine weitere Münze, die mit diesem Stempel handgeschlagen worden ist, gibt es z. B. in den Niederlanden. Bei dem
anderen Exemplar wurde der Stempel allerdings schräger gehalten als bei dieser Münze.
Auf ein paar Fragen an die Sforza-Expertin, Frau Maike Vogt-Lüerssen, schreibt sie:
"Gian Galeazzo II. Maria wird nicht immer mit seinen Locken dargestellt.
Schauen Sie sich nur diese (und weitere) Münze(n) an!
Die Darstellung hängt vom Künstler ab.
Münzen wie auch Gemälde gehören zum Propaganda-Programm jedes Herrschers
des Mittelalters und der Renaissance. Lodovico il Moro Sforza hatte den
rechtmäßigen Nachfolger seines Neffen Gian Galeazzo II. Maria verdrängt
und sich selbst zum mailändischen Herzog erheben lassen. Wollte er
wirklich seine Position festigen und seine eigenen Söhne zu seinen
Nachfolgern erklären lassen, dann hatte er Propaganda sehr nötig. Da
konnten nicht genug Münzen mit seinem Namen und seinem Profil und
Gemälde, die seine Familie darstellten, herausgegeben werden.
Wie Lodovico il Moro Sforza dargestellt wurde, ob jung oder alt,
schlank oder fett, gibt keinen Hinweis, wann eine Münze erstellt wurde.
Nur die Umschrift gibt Auskunft.
Liebe Grüße aus dem heißen Adelaide, Ihre Maike Vogt-Lüerssen"
(Mail vom 25. Januar 2009)
Meine persönliche Überzeugung ist, dass diese Münze eine der ersten Prägungen war. Bei den weiteren Prägungen ist
Gian Galeazzo II. Maria Sforza mit stilisierten Locken dargestellt worden. Eine Fälschung ist deshalb völlig ausgeschlossen,
da ein Fälscher sich garantiert an die übliche Vorlage mit den Locken gehalten hätte. Diese seltene oder
gar einzigartige Darstellung auf dieser Münze zeigt die natürlichen Haare des Gian Galeazzo II. Maria Sforza.
Weitere Prägungen von Ludovico Sforza udn Gian Galeazzo II Maria Sforza bzw. Wappen
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Hier ist noch einmal die Münze im Originalzustand
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